St.Pr./El.St. C’Est la Vie
So ist das Leben!
Bei der 4. Schau der Besten 1987 in Oldenburg hatte C’Est la Vie noch die Konkurrenz der dreijährigen Stuten angeführt, bei der Elite-Stutenschau im Juli in Rastede reichte es dann „nur“ zur Id-Prämie. Werner Schockemöhle kommentierte das Ergebnis wie folgt: „Die aufgrund ihrer Erfolge bei der Schau der Besten vorgewettete C’Est la Vie landete auf Platz vier. Aber wie es der Name der Stute sagt: so ist das Leben! Andere Plätze, andere Richter. Diese muskelbepackte, mit ganz straffer Textur ausgestattete Stute hat nicht nur einen besonderen Namen, sie ist etwas Besonderes. Ein gut gemachtes Reitpferd mit großen Trabbewegungen, der Schritt energisch und raumgreifend, in seiner Länge die Grenzen des Idealen fast überschreitend.“ Ihre Reitpferdeeigenschaften stellte sie in einer mit gesamt 7,97 bewerteten Leistungsprüfung in Helle unter Beweis: 7,92 für die Grundgangarten, 8,0 für die Rittigkeit und das Freispringen.
"Ein herrliches Stutenmodell"
Es schlossen sich weitere Preise bei den Bundesschauen an. 1987 und 1990 gelang ihr bei der Schau der Besten der Familiensieg mit ihren Vollschwestern Chinchilla und Chrystal und ein Ie-Preis. 1992 und 1996 kam bei der Schau der Besten im Klassement der älteren Stuten jeweils ein Ia-Preis hinzu. Richter Horst Ense war 1996 von dem “herrlichen Stutenmodell mit viel Charme und weiblicher Ausstrahlung” begeistert. Nicht minder begeisterte C’Est la Vies Vererbungsleistung: 16 lebende Fohlen verzeichnet das Zuchtbuch.
Paul Wendeln:
„C’Est la Vie kam sehr auf ihren Vater Zeus. Sie hatte sehr gute Bewegungen, wobei der Schritt sicherlich die 10,0 verdient hat. Aber C’Est la Vie ließ sich im Gegensatz zu ihren Geschwistern auch gerne mal von äußeren Einflüssen ablenken, was ihr leider eine ähnlich erfolgreiche Schaukarriere vergleichbar der von Chinchilla verwehrte.
Dass ich C’Est la Vie mit verschiedenen Hengsten anpaarte, darunter auch welchen, die nicht auf dem Gestüt Vorwerk stationiert waren, hat mir Georg Vorwerk damals sehr übel genommen. ‚Bist auch einer von den Fremdgängern!’ schmetterte er mir entgegen. Doch es war die Zeit der beginnenden künstlichen Besamung und damit standen plötzlich auch Hengste zur Auswahl, an die man zuvor wegen der Entfernung gar nicht gedacht hatte. Dieser Möglichkeit konnte und wollte ich mich mit meiner Zucht nicht verschließen."






